Die Verbandsjugendprüfung (VJP) – oft auch umgangssprachlich als Jugendsuche bezeichnet – ist die erste große Anlagenprüfung für junge Vorstehhunde. Sie findet im Frühjahr statt und dient dazu, die angeborenen jagdlichen Eigenschaften eines Hundes zu beurteilen. Im Gegensatz zur Herbstzuchtprüfung (HZP) steht hier nicht die fertige Ausbildung im Vordergrund, sondern das vorhandene natürliche Potenzial.
Die VJP soll feststellen,
Die Hunde sind in der Regel 8 bis 15 Monate alt.
Die Prüfung findet überwiegend im Feld statt. Bewertet werden insbesondere:
Der Hund soll Wild mithilfe seiner Nase sicher finden und Witterung gut aufnehmen können.
Der Hund soll das Gelände selbstständig, planmäßig und mit Ausdauer absuchen. Dabei wird auf Tempo, Arbeitsfreude und die Anpassung an Wind und Gelände geachtet.
Findet der Hund Wild, soll er es ruhig und sicher anzeigen, ohne es zu bedrängen oder hochzumachen.
Geprüft wird, wie aufmerksam der Hund mit seinem Führer zusammenarbeitet und wie leicht er sich lenken lässt – auch ohne viele Kommandos.
Dies ist eine der wichtigsten Disziplinen der VJP. Der Hund soll die Spur eines flüchtenden Hasen selbstständig und konzentriert verfolgen. Dabei werden Spurwille, Konzentration und Nasenleistung beurteilt.
Da die VJP vor allem natürliche Anlagen prüft, wird der Hund nicht auf fertige Arbeitsabläufe trainiert. Stattdessen werden seine Fähigkeiten gefördert und gefestigt.
Der Hund erhält möglichst viele Gelegenheiten, Wild zu finden. Sein natürliches Vorstehen wird bestätigt und nicht durch übermäßige Kommandos beeinflusst.
Die Ausbildung konzentriert sich darauf, dass der Hund einer frischen Hasenspur ruhig und selbstständig folgt. Dabei wird möglichst wenig eingegriffen.
Durch gemeinsame Spaziergänge, Freilauf und konsequente Zusammenarbeit lernt der Hund, sich freiwillig am Hundeführer zu orientieren.